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1880 - 1893

Philipp KnochGruender der Wietersdorfer Cementwerke Phill. Knoch & Cie.Erster Romanofen 1893

1892

Wietersdorf - Philipp Knoch erwirbt das Gut Mühlbauer, wenige Kilometer nördlich des Dorfes Klein St. Paul im Görtschitztal.

 

1893

Gründung der Wietersdorfer Portland und Roman Cementwerke Philipp Knoch; Gesellschafter: Philipp Knoch, Gottlieb Knoch, Karl Knoch; Am 10. Oktober beginnt der Probebetrieb mit einem Hochofen (Schachtofen), einer Rohmühle und einer Turbine mit 50 PS

1893 - 1899

Wietersdorf um die 1898/99Peggau in den 20-ern

1893

Peggau  - Johann Hofbauer erschließt einen Steinbruch und gewinnt Kalkschotter, der wegen seiner Härte und Reinheit  vorrangig für Straßen- und Bahnbau in Graz und Umgebung. Schon 1895 errichtet Hofbauer einen Kalkschachtofen mit einer Leistung von 15 t pro Tag.

 

1896 - 1900

Die Gebrüder Knoch treiben den Ausbau des Wietersdorfer Werkes rasch voran. So wurden 1896 die ersten drei Romanöfen fertig gestellt. Es folgten von 1897 bis 1900 drei weitere Portlandöfen.

1900 - 1919

Wietersdorf 1903Wietersdorf 1909Bureau 1913Buchhaltung 1913Portland Cement-Fabrik HornburgBau Gruber Drehrostofenanlage

1900 - 1902

Kurz nach der Jahrhundertwende werden 3 Libanöfen sowie ein Schlegelofen errichtet. 1902 – also innerhalb von 9 Jahren werden im Werk Wietersdorf 11 Zementöfen betrieben. Drei Jahre später beschäftigt das Werk 186 Arbeiter wovon 27 qualifizierte Handwerker und „Angestellte“ sind.

 

1917

Wietersdorf - Übernahme der Portland Cement-Fabrik von Oskar Graf Christallnigg in Hornburg. Im gleichen Jahr erfolgt die Umstellung von Natur-Cement auf „Kunst-Cement“

1920 - 1939

Gruber Schachtofen - OfengichtLandwirtschaft in Werksnaehe 1923Absackung 1926Vollbetrieb 192850 kg Portland ZementsackBergbau 1936Baubeginn der Klinkerhalle 1935Klinkerhalle fertiggestellt 1936Kalkwerk Hofbauer in PeggauDrehofen 1 System LeopolMilitaerischer Besuch bei der Werksleitung

1931

Wietersdorf - Die kontinuierlich steigende Nachfrage veranlasste die Unternehmensleitung  zur Errichtung eines Thiele-Hochleistungsofens mit einer Tageskapazität von rund 100 Tonnen. Zu dieser Zeit wird Zement noch in Fässern zu je 200 kg ausgeliefert.

 

1939

Die Kapazität kann mit der Nachfrage nicht mithalten. Die Wietersdorfer investierten in einen modernen Lepol-Drehofen mit einer Leistung von 200 Tagestonnen. Bis kurz vor Ende des 2. Weltkrieges werden die Kapazitäten des Werkes voll ausgeschöpft. 1940 beauftragte die Verkaufsgemeinschaft Süd-Ost (eine staatlich kontrollierte Gesellschaft) die Wietersdorfer  71.000 Tonnen (= 355 Tage maximal Kapazität) Zement zu liefern.
Theoretisch erfreuliche Aufträge für die Eigentümer, allerdings mussten aus den Erträgen „Spenden“ an „Adolf Hitler Spenden der deutschen Wirtschaft“ und 18,5% Kriegszuschlagssteuer gezahlt werden.

1940 - 1949

Werk Wietersdorf Anfang der 40-erGesamtansicht Werk Wietersdorf 1948

1945

Als sich die Niederlage des Deutschen Reiches abzuzeichnen begann werden kriegsunwichtige Betriebe geschlossen – Wietersdorf war dank Philip Knoch II davon nicht betroffen. Eine geplante Sprengung des Werkes kann verhindert werden und sichert somit die Überleitung zur Nachkriegsproduktion.

 

1949

Am 1. März 1949 pachtet die Firma Alois Kern die Werksanlagen von Peggau.  Das vor dem Krieg geplante und in Bau befindliche Zementwerk wird rasch fertiggestellt. Im September 1949 läuft die Zementproduktion an, wenn auch nicht sehr ökonomisch, da in ein und derselben Mühle sowohl das Rohmaterial als auch der Zement gemahlen werden.

1950 - 1960

Aushub und Schalarbeiten fuer den Drehofen 2Anfahren des Drehofens 2 am 12.9.1955Bau der Landebahn des Klagenfurter FlughafensBetonieren der Landebahn des Klagenfurter FlughafensZementmuehle IVDrehofen 1 und 2

1953

Peggau - Um sowohl die Qualität des Zementes zu verbessern als auch die Kapazität zu steigern geht 1953 eine eigene  Rohmühle in Betrieb. In den ersten Jahren werden durchschnittlich 30.000 Tonnen Zement in zwei Schachtöfen (150 Ton/Tag) erzeugt,  1955 erreicht man schon rund 50.000 Tonnen.
Die Kalkproduktion wird 1956 eingestellt.

 

1958

Alois Kern erwirbt die Peggauer Anlagen, die bis dahin im „Deutsch Eigentum“ waren bzw. von den Besatzungsmächten verwaltet wurden. Durch Tausch von Gesellschaftsanteilen treten 1959 Wietersdorfer Gesellschafter in die Peggauer Zementwerke Alois Kern ein, und beide Unternehmen kommen unter eine gemeinsame Führung.

 

1960

In Peggau wird mit dem Bau eines Drehofen System Lepol begonnen. Dieser geht  1962 mit einer Tagesleistung von 350 Tonnen  in Betrieb.

1960 - 1969

Bau der Brecheranlage im Steinbruch 1961Bau des FreilagersBau des Drehrohrofens 3 Blick vom NordenBau des Drehrohrofens 3 Blick vom SuedenDO 3 fertiggesteltDO3Wekrsansicht 1967Zementmuehlen III und IVLoseverladung ("Tatzelwurm" im Vordergrund)

1966

1965/66 wird das Werk Wietersdorf um den Drehofen III erweitert. Der erste Ofen war mittlerweile knapp 30 Jahre alt und konnte nicht mehr ökonomisch betrieben werden. Die Kapazitätsgrenze des Werkes Wietersdorf war längst erreicht und so baut man nördlich der bestehenden Anlagen einen Ofen mit 1.000 Tonnen Tagesleistung (in einem halben Monat hätte man die Jahresproduktion von 1913 produziert). Das besondere an diesem Ofen war der Spezialbrenner, der es ermöglichte, mit Erdgas, Öl oder Kohlenstaub, getrennt oder gemischt, „fahren“ zu können. Ende der 80-er Jahre kommen sukzessive auch Ersatzbrennstoffe wie Altreifen, Kunststoffe etc. zum Einsatz. Der Ofen wird auch äußerlich verändert (Überdachung) und dreht sich heute noch, wenn auch mit einem ganz anderen Verfahren (Umstellung vom Halbnassverfahren auf Trockenverfahren mit Calzinator).
Damit konnte der Energieeinsatz nochmals deutlich reduziert werden.

1970 - 1979

Drehofen 2 im Werk PeggauGranulierteller DO 3  im Werk WietersdorfKlinkerfreilager Anfang der 70-er

1973

Zementmühle 5  mit einer Leistung von 80 Tonnen/Stunde

 

1979

Peggau erweitert die Zementkapazität mit der Inbetriebnahme des Drehofen II. Der neue Lepolofen hat eine Kapazität von 830 Tagestonnen.

1980 - 1989

AltreifenlagerAltreifenaufgabeElektrofilter - EntstaubungFusion PZ und WZW

1987

Im Zementwerk Wietersdorf  kommen erstmals Alternativbrennstoffe zum Einsatz. Steigende Energiekosten haben die Techniker veranlasst, nach neuen kostengünstigeren Energiequellen zu suchen. Das Wort „Sekundärbrennstoffe“ war noch nicht in Verwendung, als in Wietersdorf zusätzlich zu den fossilen Brennstoffen Altreifen im Klinkerbrennprozess verwendet wurden.

 

1987

Fusion der Wietersdorfer Zementwerke Phil. Knoch & Cie und Peggauer Zementwerke Alois Kern zu Wietersdorfer & Peggauer Zementwerke Knoch, Kern & Co.

1990 - 1993

Steinbruch Peggau mit Tanneben links obenWerk Siprem bei Pordenone

1992

Peggau - Ein zukunftsweisendes Projekt – die Erschließung des Steinbruchs Tanneben mit einem Einsturzschacht von 220 m Höhe und einem Förderschacht von 300 m – sichert die Rohstoffversorgung des Standortes Peggau auf Jahrzehnte.

 

1993

San Vito (I) - w&p startet erste Verkaufsaktivitäten in Oberitalien. Anfänglich wurde das Schwergewicht auf Putze und Mörtel, im Speziellen auf Sanier- und Thermoprodukte, gelegt. Im gleichen Jahr geht bei der Firma Siprem, aus der später die Zementaktivitäten entstehen sollen, eine Mühle für Kalkstein und Schlacke in Betrieb.

1994 - 1995

Leitstand NeuZementmuehle IIZementmuehle VKunststoffaufbereitung (erste Anlage)

1994 - 1995

Die Zementproduktion in Wietersdorf wird auf den Stand der Technik gebracht.
-    Errichtung der automatischen Granulierung des Drehrohrofens III
-    Umbau des zentralen Leitstandes
-    Mühlenkonzept Zementmühle II/V,  Automatisierung Zementmühle II/V
-    Errichtung der ersten Kunststoffaufbereitung

1996 - 1999

Neuer Vorbrecher BergbauRohstein BrecherSekundaerbrennstofflagerSekundaerbrennstoffaufbereitungWerk Siprem 1999 - Baumit Italia

1997

Peggau: Erstzertifizierung nach ISO 14001 und EMAS

 

1998

Wietersdorf: Der Neubau Kunststoffaufbereitung (Zerkleinerung-Lagerung-Dosierung) trägt dem geforderten Ziel – Erhöhung der Ersatzbrennstoffrate – Rechnung. Noch ist man von den angestrebten 80% weit entfernt, aber in Österreich liegen die Wietersdorfer im Spitzenfeld.

 

1999

Wietersdorf – In Wietersdorf startet eine mehrstufige Investitionsphase über mehrere Jahre:
-    Austausch Elektrofilter Drehofen III gegen einen Schlauchfilter
-    Ersatz Brecheranlage Bergbau
San Vito (I) -  Die 1997 gegründete Baumit Italia srl erwirbt 60% an der Firma Siprem S.p.A. und damit ein Klinkermahlwerk.

2000 - 2004

EMAS Ueberreichung GF Schwei, P.DiexerRohmuehle V InnenansichtQuadropol Rohmuehle V

2000

Wietersdorf - Erstzertifizierung nach ISO 14001 und EMAS

 

2001

Wietersdorf - Forschungsprojekt MTA (Mechanisch Thermische Aufbereitung) für Hausmüll
San Vito : Erwerb der restlichen Anteile an Siprem S.p.A. und Fusion mit Unioncal Microcarbonati. Aus diesen Firmen entsteht die Baumit Italia S.p.A.

 

2002

Wietersdorf – Investitionsabschnitt 1:  Inbetriebnahme der Rohmühle IV (Quadropol)

 

2003

Peggau -  Inbetriebnahme eines neuen Schlauchfilters DO II

Wietersdorf – Investitionsabschnitt 2: Inbetriebnahme eines neuen Klinkerkühlers

2005 - 2011

Klinkerkuehler Werk Wietersdorf 1Klinkerkuehler Werk Wietersdorf 2GesamtansichtWerksansicht 2008Buero w&p Cementi SpA

2005

Wietersdorf – Investitionsabschnitt 3: Inbetriebnahme des Wärmetauscherturmes (Dez.2005).
Am 19. Mai 2006 wurde der dritte Abschnitt - der neue Wärmetauscherturm und eine Aufbereitungsanlage für Ersatzbrennstoffe – offiziell in Betrieb genommen. Dies war der vorläufige Schlusspunkt einer vierjährigen Investitionsphase vom Steinbruch bis zum Zementklinkerkühler. Herzstück der Investition ist  ein 5-stufiger Wärmetauscher samt Calzinator, Brennkammer und Tertiärluftleitung mit einer Ofenleistung von ca. 1.400 Tagestonnen (2.200 Tagestonnen in der Endausbaustufe). Der Wärmetauscherturm ist 100 Meter hoch, seine Gründungstiefe beträgt 22 Meter. Der Arbeitsaufwand belief sich auf 250.000 Mannstunden (oder umgerechnet 151 Mannjahre).

 

2011

San Vito - aus der Baumit Italia S.p.A. entsteht die w&p Cementi SpA